Mit dem Tor Browser ins Darknet

Tor Browser und das Darknet

Heute gebe ich dir einen kleinen Einblick in die dunkle Seite des Internets. Dieser Beitrag ist bewusst sehr oberflächlich und einfach gehalten, um einem totalen Newbie einen Eindruck zu verschaffen. Natürlich gibt es einiges mehr zu beachten, als im Folgenden erklärt. Trotzdem sollen sich Neulinge nicht direkt erschlagen fühlen.

Du hast vielleicht von der Möglichkeit gehört, anonym im Internet zu surfen, aber weißt nicht genau, wie das geht. Der Tor Browser ist eine großartige Möglichkeit, deine Online-Privatsphäre zu schützen und anonym zu surfen. In diesem Blogpost erkläre ich dir, was der Tor Browser ist und wie man ihn benutzt.

Doch was ist jetzt das Tor-Netzwerk? Das Tor-Netzwerk ist ein Netzwerk von Computern, das es ermöglicht, anonym im Internet zu surfen. Es funktioniert, indem es deinen Datenverkehr durch mehrere Schichten von Computern schickt, um es unmöglich zu machen, deine tatsächliche IP-Adresse zu ermitteln. Du kannst es dir vorstellen wie eine Zwiebel, deren Schichten die Daten verschleiern.

Wie benutzt man den Tor Browser?

Um den Tor Browser zu verwenden, musst du zunächst den Browser von der offiziellen Website herunterladen und installieren. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, starte den Browser und wähle einen der verfügbaren Verbindungspunkte aus. Diese Verbindungspunkte, auch als „Knoten“ bezeichnet, sind Server, die wie eben schon erklärt, deinen Datenverkehr durch mehrere Schichten von Computern leiten, um deine tatsächliche IP-Adresse zu verschleiern.

Jetzt kannst du mit dem Tor Browser wie gewohnt im Internet surfen. Du wirst jedoch bemerken, dass die Ladezeiten länger sein werden, da dein Datenverkehr durch die verschiedenen Knoten geleitet wird.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Tor Browser nicht automatisch alle deine Aktivitäten im Internet anonymisiert. Je nachdem wo du dich mit deinen privaten Daten einloggst, gibst du dich natürlich zu erkennen. Es ist unter anderem empfehlenswert, die Einstellungen des Tor-Browsers anzupassen, um deine Sicherheit zu erhöhen. Dazu gehört zum Beispiel das Deaktivieren von JavaScript, das zusätzliche Verwenden eines VPN und das Vermeiden von Plugins oder Erweiterungen. Es ist auch wichtig, die neueste Version des Tor-Browsers zu verwenden, um sicherzustellen, dass alle Sicherheitslücken geschlossen sind.

Was ist das Darknet?

Das Darknet ist ein verborgener Teil des Internets, der nicht über reguläre Suchmaschinen zugänglich ist. Es wird oft für illegale Aktivitäten genutzt, aber es gibt auch legitime Gründe, warum jemand das Darknet nutzen möchte, wie zum Beispiel politische Verfolgung oder Diskriminierung.

Um auf dem Darknet zu surfen, benötigst du spezielle Onion-Adressen. Diese Adressen enden mit .onion und sind nicht über das reguläre Internet erreichbar. Es gibt jedoch einige Suchmaschinen, die dir helfen können, Onion-Adressen zu finden, wie zum Beispiel Torch oder Not Evil.

Um im Darknet anonym zu surfen, solltest du ein paar Schritte beachten. Zunächst solltest du immer wie eben bereits erwähnt die neueste Version des Tor-Browsers verwenden. Du solltest auch darauf achten, keine Plug-ins oder Erweiterungen zu verwenden, die deine Anonymität gefährden könnten. Es ist auch empfehlenswert, das JavaScript in den Einstellungen des Browsers zu deaktivieren und auch hier unbedingt ein VPN zu verwenden.

Trotzdem gibt es keine 100%ige Anonymität im Darknet, auch wenn man den Tor-Browser verwendet.

Ein Beispiel für diese Risiken ist, dass auch große und etablierte Darknet-Marktplätze von der Polizei hochgenommen wurden, obwohl die Betreiber und Nutzer sich sicher gefühlt haben. Diese Marktplätze waren in der Vergangenheit oft Ziel von Ermittlungen und Razzien, weil sie illegalen Aktivitäten wie Drogenhandel und Waffenverkauf Vorschub geleistet haben. Einige bekannte Beispiele sind der Marktplatz „Silk Road“, der von 2011 bis 2013 betrieben wurde und über den mehrere hundert Millionen Dollar mit illegalen Aktivitäten gemacht wurden. „AlphaBay“, der von 2014 bis 2017 betrieben wurde und an dem über 1 Milliarde Dollar mit illegalen Aktivitäten umgesetzt wurden, oder „Hansa“, der von 2013 bis 2017 betrieben wurde und an dem über 20 Millionen Euro generiert wurden. Auch wenn die Betreiber solcher Darknet Marktplätzen glaubten, dass sie durch den Einsatz von Technologien wie dem Tor-Browser vor Ermittlungen sicher sind, konnten die Behörden dennoch erfolgreich gegen sie vorgehen.

Um sicher im Darknet zu surfen, ist es wichtig, sich über die Risiken und Gefahren im Klaren zu sein und die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dazu gehört unter anderem das Verwenden einer sicheren Verbindung, das Vermeiden von persönlichen Informationen und auf Phishing-Versuche zu achten. Es ist auch wichtig, sich über die rechtlichen Konsequenzen im Klaren zu sein, die mit illegalen Aktivitäten im Darknet verbunden sind.

Ein weiteres wichtiges Element ist die Wahl der Websites, die man besucht. Besuche nur vertrauenswürdige und etablierte Seiten und halte dich von unbekannten oder verdächtigen Seiten fern. Lade auch nichts runter, schon gar nicht in Darknet Chats.

Es ist auch wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass die Anonymität im Darknet nicht automatisch bedeutet, dass man straffrei bleibt. Auch das Darknet ist glücklicherweise kein rechtsfreier Raum. Die Behörden sind mittlerweile ziemlich auf Zack.

Der Tor Browser ein großartiges Werkzeug, um deine Online-Privatsphäre zu schützen und relativ anonym im Internet und im Darknet zu surfen. Sollte dir das jetzt alles zu komplex sein, sieh dir meine Linkliste an. Dort stelle ich verschiedene anonyme Browser vor. 

Unter anderem auch den Brave-Browser, der zwei Modi hat: Inkognito und Tor. Mit dem Tor-Modus kannst du den Anonymisierungsdienst Tor direkt im Browser nutzen.

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